Reit auf meiner Nase Rücken

Gedichte

Der Pfefferminze blaue Blütchen,
der Königskerze gelbe Schnütchen
in den Blätterachseln.
In den Himmel kraxeln
Königskerzen Phalüsse
in des Himmels Knallküsse.
Der Bauer legt der Glucke Eier
unter, unser Hennenfreier
ist für die Hennen viel zu klein,
fällt von den Hennen wie ein Stein,
versucht er, zu begatten
sie, sitze hier im Schatten
auf meiner Nase langem Bein.
Wer’s nicht kann, fragt: »Wie kann das sein?«

Es gibt da eine Mobilisationsübung, bei der man, aufrecht sitzend auf den Höckerchen, wie eine Marionette an einen Faden gehalten, mit der Nase Sonne oder Mond oder Sterne in die Luft malt. Zur Vermehrung geistiger Beweglichkeit empfehle ich, dreimal täglich jeweils drei kleine lyrische Texte aus diesem Buch der Autorin und Künstlerin Claudia Cornelia Parise zu lesen und das Mitgeteilte zu visualisieren. (msf)

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