Hera die Kindsmörderin

Griechische Sagen in Gedichten nach Gustav Schwab

Wer die Dichterin Claudia Cornelia Parise kennt, den wird’s schwerlich verwundern, dass sie, die aufgeklärte, kritisch-gewitzte Autorin mit zuweilen scharfer Zunge, sich in ihrer kleinen Versammlung antiker Mythen ihren ureigenen Reim macht auf so manches, was da grausam, erotisch, verwunderlich und buntscheckig, halt menschlich, allzu menschlich, in der Welt der griechischen Götter daherkommt. Sie macht es den Göttern nicht einfach, aber sie weiß den himmlischen Clan des Olymps ob dessen ›Menschlichkeit‹ auch ein wenig zu schätzen. ›Die griechischen Götter‹, so schreibt C. C. Parise, ›sind so, wie Menschen einander sind: eifersüchtig und verlogen, rachsüchtig und arg, einmal einem, einmal dem anderen gewogen, machtgierig bis ins Mark.‹ Das wussten und mögen wir durchaus und können augenzwinkernd gemeinsam mit der Autorin feststellen: ›Gott hat uns um diese Götter betrogen.‹ msf

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