© aus dem Archiv des Autors

Rentschler, Friedrich

Über den/die Autor*in

Friedrich Rentschler, geboren 1951 in einem Schwarzwalddorf, gelernter Industriekaufmann; Zivildienst in Stuttgart; Buchhalter­tätigkeit; über vierzig Jahre leitende Tätigkeit in Alten- und Pflegeheimen; mit Rentenbeginn Umzug zu seiner zweiten Frau nach Brandenburg; ehrenamtliches Engagement im Asylbereich und in einem Gehörlosenverein.

Ein kurzes Interview mit dem Autor zum letzten Buch:

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Ich wollte schon in jungen Jahren Bücher schreiben. Erster Impuls war eine engagierte Lehrerin im sechsten und siebten Schuljahr, die mich dazu anregte. Sie sagte zu uns, wir sollten über unseren Tellerrand hinausschauen, mal einen Artikel oder auch mal ein Gedicht formulieren und aufschreiben.
Das führte bei mir dazu, dass ich seit meinem 17. Lebensjahr bis heute Aufzeichnungen zu allem, was mir wichtig war und ist, mache. Ich schreibe gerade im 41. Büchlein.
1971 lernte ich bei einer Schreibschule, wie man ein Sachbuch erstellen kann. Leider ging diese Schule im selben Jahr in die Insolvenz.
Ist dies Ihre erste Veröffentlichung?
Nein. 1989 veröffentlichte ich zum ersten Mal in einem Buch, in dem Hobbyautoren Gedichte und Geschichten vorstellten. Das Buch hieß »Premieren« und wurde vom Positiv-Verlag, Bad Mergentheim, herausgebracht. Es gab 1990 eine Fortsetzung unter dem Titel »Für Dich«, ebenfalls beim Positiv-Verlag, Bad Mergentheim, bei der ich wieder Gedichte veröffentlichte.
Schreiben Sie schon länger?
Ja, siehe unter 1. oben. Die erste Notiz in meinen Aufzeichnungen trug ich im Februar 1968 ein.
Was waren Ihre Beweggründe dieses Buch zu schreiben?
Zu »Es bleibt keine Zeit«, 13.11.2020
Ich wollte einfach meine Gedichte aus 40 Jahren veröffentlichen, weil ich davon überzeugt bin, dass sie lesenswert sind. Ich möchte zum Denken anregen, zum Mitfühlen auffordern und Mut machen, zu vertrauen. Denn das Leben hat immer ein offenes Fenster, wenn eine Tür geschlossen wird.
Zu »Gespräche mit Gott«, 15.10.2021
Ich möchte etwas von meinen Erfahrungen im Glauben weitergeben. Und weil ich überzeugt bin, dass wir in jeder Situation unseres Lebens zu Gott beten können, habe ich meine Gebete aufgeschrieben.
Zu »Auf nach Berlin«, 03.12.2021
Ich wollte mit dem Buch etwas zum Rudern animieren, über ein schönes und abenteuerliches Reiseerlebnis berichten, und erzählen, wieviel Hilfsbereitschaft ich unterwegs erfahren habe.
Zu »Leben in einer anderen Zeit«, 17.06.2022
Ich wollte festhalten, wie Kinder in den fünfziger Jahren auf dem Dorf gelebt, gearbeitet und gedacht haben.
Zu »Es ist Krieg«, 15.08.2022
Nichts hat mich in den letzten Jahren mehr beschäftigt, wie dieser Krieg in der Ukraine. Deshalb versuchte ich, das Geschehen in Worte zu fassen.
Zu »Von mir zu Dir«, 29.02.2024
Ich wollte die Gefühle darstellen, die uns bewegen, wenn wir einen Menschen kennen lernen, lieben lernen und immer mit ihm zusammen sein wollen.
Gab es einen Antrieb aus dem Familien- oder Freundeskreis, das Buch/die Bücher zu veröffentlichen?
Nein. Aber als ich zu meiner Frau sagte, ich will meine Gedichte veröffentlichen, sagte sie: »Was einem wichtig ist, das sollte man tun. Also mach es.«
Woher kam die Idee/die Inspiration zu Ihrem Buch/Ihren Büchern?
Bisher immer aus dem selbst Erlebten.
Haben Sie bereits ein neues Buch in Planung?
Ja.
Falls ja: Können Sie schon etwas darüber verraten?
Ich versuche gerade meine Jugendzeit zwischen Lehre und Hochzeit zu Papier zu bringen.
Wo schreiben Sie am liebsten?
In meinem Büro.
Haben Sie bestimmte Schreibrituale?
Nein.
Was lesen Sie selbst gerne für Bücher?
Ziemlich querbeet. Klassiker, Romane, Biografien, Sachbücher
Was ist Ihr Lieblingsbuch?
Die Bibel
Welches Buch liegt aktuell auf Ihrem Nachttisch?
Die Bibel und »Menschen, die die Welt bewegten« mit Biografien von Abraham Lincoln, Hildegard von Bingen und Alfred Nobel
Haben Sie manchmal Schreibblockaden? Was tun Sie, um diese zu lösen?
Ja, habe ich. Ich gehe dagegen an, indem ich etwas anderes schreibe. Aber es gibt bei mir auch Zeiten, in denen ich gar nichts schreibe. Und ich finde das nicht schlimm.
Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Ich bin Rentner – Für mich gibt es »Freizeit« in dem Sinne nicht. Ich habe Zeit. Und ich nehme mir Zeit für das, was gemacht werden muss; für das, woran ich Freude habe; für das, was ich machen will.

Dieses Interview darf unter Angabe der Quelle (Karin Fischer Verlag 2024) verwendet werden.

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