Ilse Heimann verliert ihren an Demenz erkrankten Mann nur neun Monate nach der Krankheits-Diagnose. 52 Jahre waren die beiden verheiratet. In dieser sehr schwierigen Lebensphase greift sie intuitiv zu Stift und Papier, ihre Gedanken werden zu Versen. Der jetzt erschienene Gedichtband trägt den Titel „Noch bist du da“.
„Es gibt nur eine positive Sache, die aus der Krankheit meines Mannes entstanden ist: nämlich das Schreiben.“ Ilse Heimann verdrängt die Krankheit ihres Mannes keine Sekunde, setzt sich vielmehr damit auseinander. Sie beginnt sehr bald mit dem Schreiben. Da sie so viele Gedanken im Kopf hat, schreibt sie an manchen Tagen sogar mehrere Gedichte. „Meine Gedanken haben sich wie von selbst zu Gedichten geformt, ein Satz passte sich dem vorhergehenden an.“