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DETAILS ZUM BUCH

Ihr letzter Flug – Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg

Karin Fischer Verlag

ISBN: 978-3-8422-4928-8
Veröffentlichung: 28/06/2024

Bindung: 

Paperback, Softcover

152 Seiten

PREIS

12.80 Euro (D)
13.20 Euro (A)

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Ihr letzter Flug – Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg

Eine Biografie

Mandel, Wolfram

Anfang 1942 bekommt Rechlin Besuch von dem fronterfahrenen Kampfpiloten und Obersten im Generalstab Dr. Georg Pasewaldt. Er ist Entwicklungschef im Technischen Amt des Reichsluftfahrtministeriums. Erstaunt erblickt er am Himmel über Rechlin ein zweimotoriges Bombenflugzeug, das abzustürzen scheint. Und er erkundigt sich, was Sinn und Zweck eines so waghalsigen Sturzfluges sei: Das müsse doch ungeheure Vibrationen erzeugen; ließe sich da der Sturz überhaupt noch abfangen; wer der Pilot sei, der an den »Grenzen des Zulässigen« fliege und diese enormen Beschleunigungskräfte aushalten könne? Die Umstehenden erklären lapidar, das sei »die Melitta bei ihren Sturzversuchen«.
In einen gemäßigten Sturzflug abzutauchen, habe mancher männliche Pilot bereits als Heldentat betrachtet, erinnert sich Pasewaldt nach dem Kriege. Niemand zuvor, ob Mann oder Frau, hat sich bis zu diesem Zeitpunkt derart riskanten Strapazen ausgesetzt. Mehr als vier Jahre lang, regelmäßig, rast die Gräfin mit heulenden Motoren dreißig Sekunden lang aus durchschnittlich 5000 Meter Höhe auf 1000 Meter senkrecht dem Erdboden entgegen, um in letzter Sekunde und bei größtmöglicher Bombenzielsicherheit ihr Flugzeug abzufangen, nach Hause zu fliegen und dort Berechnungen anzustellen. Dabei fliegt sie manchmal zwölf, später sogar fünfzehn Stürze pro Tag. Pasewaldt spricht von einer »geradezu einmaligen Lebensauffassung« und einem »wahrhaft tödlichen Ernst ihrer Arbeitsweise«. Beim Sturz treibt sie jeden Flugzeugtyp an die Grenze seiner Belastbarkeit, bis also Vibrationen und Flächenschwingungen auftreten. Dann gilt es, in den Normalflug zurückzukehren.

Über den/die Autor*in

Wolfram Mandel, geb. 1943. Beruf: Dipl.-Bibliothekar für den Dienst an wissenschaftl. Bibliotheken. Zivildienst in der Altenpflege (1968). Universitätsbibliotheken Regensburg (1967) und Bielefeld (1969–1981). Zwischendurch 1971: Katalogisierung der Bibliothek des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP), Freiburg, unter Prof. Hans Bender, Parapsychologe. Bibliothek der Kunsthalle Bielefeld (1981–2003). Interessen: Parapsychologie, Religionswissenschaft, Esoterik, Geschichte, Kunstgeschichte, Literatur, Brettspiele, Malen.

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Ein kurzes Interview mit dem Autor:

Als Bibliothekar hatte ich schon immer den Wunsch, selber mal ein Buch zu schreiben. Aber aus den verschiedensten Gründen ist daraus nichts geworden. Das Schreiben war eben nicht mein »Beruf«. Nun bin ich 80 Jahre alt und eine bescheidenere literarische Zielsetzung hat sich jetzt überraschend problemlos verwirklichen lassen. Das schmale Büchlein ist meine erste Veröffentlichung und wird wohl auch meine einzige bleiben.

Im Rahmen meines Interesses für Geschichte bin ich auf die relativ unbekannte deutsche Fliegerin Melitta Gräfin Stauffenberg gestoßen. Ich wollte mehr über sie wissen und besorgte mir die zwei grundlegenden Biografien über sie. Ihre faszinierende Lebensgeschichte hat mich dann sehr ergriffen. Und ich verspürte den Drang, anderen davon zu berichten – in Buchform. Dabei habe ich mich auf das Wichtigste und Interessanteste beschränkt und es in den historischen Kontext jener Zeit eingefügt. Faktenreich und dennoch kurz und kompakt, fesselnd und flüssig geschrieben sollte das Büchlein sein.

Ideen zu weiteren »kompakten« Darstellungen gibt es. Aber ich möchte keine Versprechen machen, die ich dann nicht halten kann.

Von mir besonders geschätzte Autoren sind Thomas Mann und Stefan Zweig. Aktuell lese ich ein politisches Buch: Susanne Schröter: »Der neue Kulturkampf«, Herde (2024).

Dieses Interview darf unter Angabe der Quelle (Karin Fischer Verlag 2023) verwendet werden.

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