Köhnlein, Markus

Über den/die Autor*in

Einst fern von Spiritualität und philosophischer Tiefe fand Markus Köhnlein über Werke wie »Siddhartha« zur Welt des Geistes und schließlich zum Yoga. Heute inspiriert er als Yogalehrer und Autor Menschen, die sich – wie er – auf dem Weg zu ihrem wahren Selbst befinden.


Ein kurzes Interview mit dem Autor:

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Als Jugendlicher habe ich Gedichte, Songtexte und Gedanken niedergeschrieben, aber nie geglaubt, dass ich einmal einen Roman veröffentlichen würde. Die Idee zu »Das kleine Selbst und sein Freund namens Ego« kam mir während einer Meditation in Indien. Danach hat mich das Projekt fast neun Jahre lang begleitet und den Weg für mindestens zwei weitere Romane geebnet.

Ist dies Ihre erste Veröffentlichung?
Als Autor ja. Vorher habe ich allerdings bereits fünf Studioalben als Musiker veröffentlicht. Deshalb weiß ich die angenehme und professionelle Zusammenarbeit mit dem Karin Fischer Verlag sehr zu schätzen und bin unglaublich dankbar für diese Veröffentlichung.

Schreiben Sie schon länger?
Ja. Ich schreibe eigentlich schon seit meiner Jugend – zuerst Gedichte, Songtexte und persönliche Gedanken. Ein vollständiger Roman erfordert aber natürlich viel größeres Durchhaltevermögen und Weitsichtigkeit. Umso größer ist die Freude, meinen Roman nun in Händen halten zu dürfen.

Was waren Ihre Beweggründe, dieses Buch zu schreiben?
Ich wollte spirituelle Weisheit leicht zugänglich und erfahrbar machen. Eine Geschichte kann solche Themen oft viel direkter und emotionaler vermitteln als ein Sachbuch. Gerade in einer Zeit, in der wir viel Spaltung erleben, ist ein solches Werk, das an Verbundenheit erinnert von großem Wert.

Gab es einen Antrieb aus dem Familien- oder Freundeskreis, das Buch zu veröffentlichen?
Ja, auf jeden Fall. Ich hatte lange Zweifel, das Buch wirklich zu veröffentlichen. Familie und Freunde, die das Manuskript gelesen hatten, haben mich immer wieder ermutigt, dranzubleiben. Ohne sie wäre das Manuskript vielleicht nie aus der Schublade gekommen.

Woher kam die Idee/die Inspiration zu Ihrem Buch?
Die größte Inspiration stammt aus »Ein Kurs in Wundern«, einem spirituellen Lehrbuch auf das andere Autoren, darunter Eckart Tolle und Laura Malina Seiler verweisen. Nachdem ich dieses Werk gelesen hatte, saß ich in Auroville, Indien zur Mediation und hatte die Vision die Lehren aus »Ein Kurs in Wundern« in einer einfach verständlichen Geschichte darzustellen. Neun Jahre lang hat sich die Idee entwickelt und schließlich manifestiert.

Haben Sie bereits ein neues Buch in Planung?
Ja. Die erste Fassung meines nächsten Romans ist bereits fertig, und auch das Konzept für ein drittes Buch steht schon. Alle drei Bücher greifen ähnliche philosophische und spirituelle Grundthemen auf, aber vermitteln diese Ideen auf eine komplett andere Art und Weise.

Können Sie schon etwas darüber verraten?
Es trägt den Titel »Asha« und wird deutlich menschlicher und emotionaler. Es erzählt die Lebensgeschichte einer jungen Frau, die tief fällt und gerade dadurch den Weg zu sich selbst findet. Eine klassische Heldenreise in einem mitreißenden und ausdrucksstarken Gewandt.

Wo schreiben Sie am liebsten?
Der schönste Ort zum Schreiben war Kodaikanal, in den Bergen Südindiens. Leider kann ich nicht immer dorthin, um zu schreiben, aber glücklicherweise habe ich erkannt, dass es nicht auf den äußeren Ort ankommt, sondern auf den inneren Zustand: dieses Gefühl, dass die Geschichte einfach durch mich hindurchfließt. Diesen Zustand finde ich immer dann, wenn mich gleichzeitig eine Idee fasziniert und ich es schaffe, beim Schreiben meinen Geist in einen ruhigen, fast meditativen Zustand zu bringen.

1Haben Sie bestimmte Schreibrituale?
Ja. Ich schreibe manchmal einen Dialog mit meinem höheren Selbst. Ich notiere eine Frage und schreibe dann intuitiv die Antwort auf. Dieser Prozess ist extrem wirkungsvoll, um tiefe Ideen zutage zu fördern. Bevor ich meinen Roman geschrieben habe, sind auf diese Weise rund 200 Seiten Tagebuch entstanden. Das war eine wichtige Grundlage für das Buch. Die Inspiration für diesen Prozess war »Gespräche mit Gott« von Naele Donald Walsch.

Was lesen Sie selbst gerne für Bücher?
Früher habe ich vor allem spirituelle und philosophische Sachbücher gelesen. Heute begeistern mich Romane mit philosophischer, psychologischer oder spiritueller Tiefe. Geschichten, die berühren und gleichzeitig zum Nachdenken anregen, die Informationen nicht erklären, sondern erfahrbar machen.

Was ist Ihr Lieblingsbuch?
Kein Mensch, der Bücher wirklich liebt, kann diese Frage beantworten, deshalb würde ich gerne drei Bücher nennen, die ich nicht hierarchisch, sondern nach meiner Lese-Chronologie nenne:

1. »Siddhartha« von Hermann Hesse: Auch wenn es vielleicht nicht das herausragendste Werk von Hesse ist, hat er es doch mit dieser Erzählung geschafft, tiefe spirituelle Weisheit für Millionen von Menschen zugänglich zu machen. Dieses Werk hat die Laufbahn meines Lebens verändert und bleibt die größte Inspiration für meine Arbeit als Schriftsteller.

2. »Die geheime Geschichte« von Donna Tartt: Das wohl atmosphärischste Buch, das ich bisher lesen durfte.

3. »Die Brüder Karamasow« von Fjodor Dostojewski: Fiktion, die realer ist als die Realität, die vielleicht höchste Kunst des Schreibens.

Welches Buch liegt aktuell auf Ihrem Nachttisch?
Tatsächlich liegen dort zwei Bücher. Aktuell lese ich voller Begeisterung »Magus« von John Fowles: Grandioser Stil gepaart mit psychologischer und metaphysischer Tiefe – genau mein Geschmack. Daneben liegt Hermann Hesse – »Tessin«, eine Sammlung aus Aquarellen, Gedichten und Erzählungen, aus der ich abends gerne ein paar Seiten lese, wenn ich zu müde für etwas anderes bin.

Haben Sie manchmal Schreibblockaden? Was tun Sie, um diese zu lösen?
Ja, natürlich, wie jeder andere Autor auch. Aber ich tue nichts, um sie zu lösen. Weil ich nicht aus Notwendigkeit, sondern aus purer Leidenschaft schreibe, kann ich es mir erlauben, einfach abzuwarten, bis die Blockade sich von selbst auflöst. Mein Schreiben verläuft immer in Phasen. Wenn Inspiration da ist, schreibe ich sehr intensiv. Wenn nicht, lasse ich dem Prozess Zeit und vertraue darauf, dass sie zurückkehrt.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Ich liebe Kunst und Kultur in all ihren Facetten – vom Techno-Festival bis zur Oper. Außerdem mache ich viel Musik: spiele Klavier, singe, lege als DJ auf und veranstalte auch selbst kleinere Events. Sport spielt ebenfalls eine große Rolle in meinem Leben: Natürlich praktiziere ich als Yogalehrer selbst regelmäßig Yoga, bin aber auch gerne Snowboarden, oder Wakeboarden, und habe in den vergangenen Jahren mehrere Triathlons absolviert, unter anderem die Langdistanz in Roth.

Dieses Interview darf unter Angabe der Quelle (Karin Fischer Verlag 2026) verwendet werden.

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