Autor im deutschen lyrik verlag Klaus Beckmann
© aus dem Archiv des Autors

Beckmann, Klaus

Über den/die Autor*in

Geboren 1945, Studium von Kunst und Kunstgeschichte, Ausstellungen vor allem in Baden-Württemberg. Seit 1969 intensives Studium und Lehren von Meditation. Er lebte von 1976 an für elf Jahre bei einem indischen Meister. In neuerer Zeit Energiearbeit und dazu Seminare. 1990 der erste Gedichtband.

Ein kurzes Interview mit dem Autor:

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Das kann ich nicht mehr sagen, nur wann: etwa am Ende meiner Schulzeit, Anfang des Studiums. Damals las ich gerne und viel, vor allem Stifter, Eichendorff, Goethe, Ingeborg Bachmann, Max Frisch, Camus, Saint-Exupéry und vieles mehr.
Ist dies Ihre erste Veröffentlichung?
Nein, ich hatte bereits 1990 einen Gedichtband in Eigenarbeit hergestellt und dann zum Teil über einen Verlag vertrieben.
Falls nein: Schreiben Sie schon länger? Was waren Ihre Beweggründe, dieses Buch zu schreiben?
Ich wollte all die verstreuten Notizen und Gedichte der letzten ca. 40 Jahre zusammenbringen, überarbeiten, chronologisch ordnen. In jahrelanger Geduldsarbeit habe ich sie in sechs zeitlich aufeinanderfolgenden Manuskripten als eine Art Tagebuch verarbeitet, von denen das letzte, der Zeitraum 2022–2016, hier in diesem Buch »Gespräche mit der Stille« vorliegt.
Gab es einen Antrieb aus dem Familien- oder Freundeskreis, das Buch zu veröffentlichen?
Ja, da gab es schon dahingehend eine Ermutigung im Freundeskreis. Und auch in mir. Ich dachte, es wäre schade drum, wenn das nur rumliegt und im Winde verweht. Es wird seine Leser finden.
Woher kam die Idee/die Inspiration zu Ihrem Buch?
Die fortlaufende Inspiration kam dazu aus meiner jahrzehntelangen Beschäftigung mit Meditation, seit Ende der 1960er Jahre. Ich meditierte, wurde Meditationslehrer und ging dann nach vielen kürzeren Kursen 1976 auf einen halbjährigen Kurs zu einem großen indischen Meister, aus dem elf Jahre wurden. Studium von Bewusstsein samt direkten Erfahrungen sowie Einsichten und Einblicke in die Vedische Literatur. Das beschäftige ich mich noch heute. Man liest nicht nur, man wird.
Haben Sie bereits ein neues Buch in Planung? Falls ja: Können Sie schon etwas darüber verraten?
Ja und nein.
Es ist eine nie enden wollende Arbeit. Kreativität endet nie, es ist ein ständiger Annäherungsprozess an etwas, was man noch nicht gesagt hat und was sich letztlich auch nicht in Worte fassen und damit einengen lässt. Die Stille schafft sich ihre Sprache immer neu bzw. formt sich in sie um. Je nach Persönlichkeit, beim einen so, beim andern anders.
Man könnte auch sagen, ein neues Buch hat mich in Planung. Was es wird, was es mit mir macht – es dürfte die Fortsetzung von dem jetzigen sein, eine Präzisierung, aber ich weiß es nicht definitiv.
Wo schreiben Sie am liebsten?
Wo immer ich gerade bin und etwas zu schreiben habe. Aber überwiegend am Computer in einer ruhigen, ungestörten Umgebung.
Haben Sie bestimmte Schreibrituale?
Es gibt kein bestimmtes Schreibritual. Es kann ein Schreiben am Computer sein oder auf der Treppe, auf irgendeinen Zettel, zu jeder Tages- und Nachtzeit, ohne jede Regel. Es kann fließen oder zäh werden – dann mache ich eine Pause, bis sich die Formulierungen von selbst klären.
Was lesen Sie selbst gerne für Bücher?
Jetzt lese ich überwiegend Sachbücher und schaue gelegentlich in Kunstbände. Bildende Kunst ist immer wieder etwas, was mich beschäftigt. Ich habe Kunst studiert, eine Zeitlang gemalt – das fließt immer wieder mal ins Schreiben ein.
Was ist Ihr Lieblingsbuch?
Es gibt kein bestimmtes. Es sollte auf jeden Fall klar und gut geschrieben sein, eine Anregung für die eigenen Gedanken.
Welches Buch liegt aktuell auf Ihrem Nachttisch?
Keins. Da liegen z.Z. ein Rembrandt-Buch, eine Rig Veda Ausgabe, ein Buch über einen eher natürlichen, stetigen, rhythmisch wiederkehrenden Klimawandel, ein Geschichtsbuch auf einem Lesetisch oder anderswo.
Haben Sie manchmal Schreibblockaden? Was tun Sie, um diese zu lösen?
Siehe oben. Eine größere Schreibblockade kenne ich nicht. Das Schreiben begleitet mich.
Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Schreiben, das ist meine Arbeit und Freizeit. Lesen. Garten und Blumen, Fotografie, Kunst, klassische Musik.

Dieses Interview darf unter Angabe der Quelle (Karin Fischer Verlag 2024) verwendet werden.

Cover des Gedichtsbandes

Gespräche mit der Stille · Der Weg zurück

Gedichte Teil I, 2022–2016. Ein Tagebuch
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