Ein kurzes Interview mit dem Autor:
Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Es fing am Gymnasium an, ich war bei den Aufsätzen immer sehr früh fertig, immer früher als meine Mitschüler und immer mit Bestnoten. Dann kam die Schülerzeitung. Später dann folgten im Beruf viele Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Fachbüchern.
Mit den Jahren merkte ich, dass viele der gesundheitlichen Probleme dem Nichtmediziner über Erzählungen besser zu vermitteln sind als mit unseren medizinischen Fachbegriffen, so entstanden die ersten Erzählungen.
Wir Menschen sind sehr unterschiedlich begabt. Ich kann schlecht zeichnen und malen und auch leider nicht singen. Mit den Jahren merkte ich: Meine Ausdrucksform ist das Wort.
Ist dies Ihre erste Veröffentlichung?
Nein, die erste Veröffentlichung war eine Patentschrift, 1973 zu Narkosegeräten.
Dann wurden es mehr und mehr Veröffentlichungen, vor allem zur Frauenheilkunde und zur Informatik in der Medizin, in Fachbüchern, Fachzeitschriften, Fachbüchern und später auch im Internet.
Das erste eigene Buch war dann »Der Cyber-Peter …«, ein neuer Struwwelpeter (2013). Eine vollständige Liste aller Veröffentlichungen findet man auf meiner Homepage: https://www.dr-guenterberg.de/publikationen-in-presse-buechern/
Was waren Ihre Beweggründe, dieses Buch zu schreiben?
Viele meiner Erzählungen und auch die zwei Balladen sind auf größeres Interesse gestoßen. Ich merkte schließlich, dass ein Buch viel mehr Menschen, und die auch nachhaltiger, erreicht als eine Fachzeitschrift. Das war dann die Inspiration zu diesem Buch.
Haben Sie bereits ein neues Buch in Planung?
Ich bin inzwischen nicht mehr berufstätig, da habe ich mehr Zeit zum Schreiben als je zuvor. Und so sind inzwischen noch einige Erzählungen entstanden, eine ist in Arbeit, einige sind auch noch in Vorbereitung.
Wenn »Vom Arzt Sein« auf größeres Interesse stoßen sollte, dann könnte vielleicht eine deutlich erweiterte nächste Auflage oder gar ein zweiter Band folgen. Man wird sehen. Ich schreibe jedenfalls weiter.
Wo schreiben Sie am liebsten?
Ich kann eigentlich überall schreiben, selbst im Café. Längere Texte diktiere ich auf Band und lasse sie dann schreiben, kompliziertere Texte schreibe ich im häuslichen Büro selbst, am Computer. Manche Gedanken diktiere ich unterwegs, oft im Auto, früher auf ein Diktiergerät, heute auf das Smartphone. Alle Korrekturen und die Fertigstellung erfolgen letztlich zu Hause am Computer.
Was lesen Sie selbst gerne für Bücher?
Sowohl unsere Klassiker wie auch Schriftsteller der Gegenwart. Aber ich habe, was die Gegenwartsliteratur betrifft, Ansprüche.
Was ist Ihr Lieblingsbuch?
Stefan Zweig: »Novellen«.
Welches Buch liegt aktuell auf Ihrem Nachttisch?
Immer mehrere. Ich lese zurzeit, je nach Stimmung: Remarque »Arc de Triomphe«, Ferdinand von Schirach »Nachmittage« und Hellmuth Karasek »Frauen sind auch nur Männer«.
Haben Sie manchmal Schreibblockaden? Was tun Sie, um diese zu lösen?
Nein, nie. Was aber nicht bedeutet, dass ich immer nur schreiben würde, es gibt schließlich auch noch den Alltag. Wenn ich schreibe, dann fließt es aber.
Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Ich habe inzwischen nur noch Freizeit. Neben dem Alltag schreibe ich immer noch gern. Darüber hinaus interessieren mich vor allem Theater, Konzerte und moderne Malerei.
Dieses Interview darf unter Angabe der Quelle (Karin Fischer Verlag 2025) verwendet werden.

